Vita Corbiniani
Das Leben des Heiligen Korbinian

Die Hörversion - ein Beitrag des Historischen Vereins zum 1300jährigen Korbiniansjubiläum 2024


Die vollständige Geschichte
in einem Stück:

Die Lebensbeschreibung des heiligen Korbinian, die Vita Corbiniani, entstand im frühen Mittelalter um das Jahr 770. Sie gilt als der älteste literarische Text in Bayern, der einem namentlich fassbaren Autor zugewiesen werden kann. Bischof Arbeo, der 3. Nachfolger Korbinians auf dem Freisinger Bischofsstuhl, gibt sich im Prolog als Urheber zu erkennen. Arbeo sah in dem um 720 in Freising wirkenden Korbinian die starke Gründergestalt für das junge Bistum Freising und förderte nach Kräften dessen Verehrung.

1. Einführung

2. Prolog des Bischofs Arbeo

Bischof Arbeo widmet das Werk dem Salzburger Bischof Virgil.

3. Einsiedlerleben in Gallien und erste Wunder

(Kap. 1-5)

Als junger Mann zieht sich Korbinian in die Einsamkeit zurück. Er gibt sich dem Gebet hin und dient den Armen. Viele Menschen suchen seinen Rat.

4. Korbinian zieht nach Rom

(Kap. 6-9)

Vor dem Trubel um seine Person flieht der Heilige nach Rom und erbittet vom Papst ein abgeschiedenes Stück Land. Der Papst aber weiht ihn zum Priester und Bischof.

5. Zurück in Gallien – die Rettung des Raubmörders

(Kap. 10-13)

Der fränkische Hausmeier Pippin empfängt Korbinian mit allen Ehren an seinem Hof. Der Heilige legt Fürsprache für den bereits am Galgen hängenden Raubmörder Adalpert ein.

6. Über Freising und die Alpen erneut nach Rom – das Bärenwunder

(Kap. 14-16)

Korbinian macht sich erneut auf, um die Apostelgräber in der Ewigen Stadt zu besuchen. Diesmal führt ihn der Weg über Baiern und die Herzogspfalz Freising an der Isar. Auf der Weiterreise begegnet ihm in den Alpen ein wilder Bär.

7. Die Wunder am Meer

(Kap. 17-20)

Ein Adler bringt der Reisegruppe des Heiligen am Fasttag einen Fisch zur Speise. Einen weiteren Fisch fängt der Begleiter Anseric auf abenteuerliche Weise aus dem Meer. Wieder schickt der Papst Korbinian zurück zu seinen bischöflichen Aufgaben.

8. Der Ibererhengst

(Kap. 21-22)

Auf der Rückreise von Rom findet sich der kostbare Hengst wieder, der dem Heiligen gestohlen worden war. Arbeo erzählt die Geschichte in zwei verschiedenen Versionen.

9. Seine Zuneigung zur Gegend um Etsch und Passer

(Kap. 23-25)

Korbinian wird an der Grenze zum Herzogtum Baiern aufgehalten. Er verbleibt in der Gegend um Meran und verliebt sich in die dortige Landschaft. Später lässt er dort ein Haus und eine Kirche errichten sowie Weinstöcke und Obstbäume pflanzen.

10. Intrigen am Freisinger Hof und die Wunder von Weihenstephan

(Kap. 26-32)

Korbinian lebt und wirkt als Bischof in Freising – und entgeht nur knapp einem Mordkomplott. Immer wieder zieht er sich auf den Weihenstephaner Berg zurück und wirkt dort ein Licht- und ein Quellwunder.

11. Der Tod des Heiligen in Freising

(Kap. 33-35)

Korbinian sagt seinen Tod voraus und stirbt ruhig und gelassen in seinem Haus.

12. Überführung Korbinians nach Mais – die Rettung des Knaben aus der Passer-Schlucht

(Kap. 36-40)

Der Leib des Heiligen wird seinem Wunsch gemäß nach Mais bei Meran gebracht und dort beigesetzt. Zahlreiche Wunder geschehen während der Überführung und an seinem Grab.

13. Die Rückholung des Heiligen nach Freising

(Kap. 41 - Schluss)

Nach langen Beratungen beschließt Bischof Arbeo, den Leib Korbinians aus Mais zurückzuholen und in der Marienkirche auf dem Domberg beizusetzen.

14. Abspann

Auch als CD erhältlich

Zu bestellen über oder im Buchhandel sowie erhältlich im Shop des Freisinger Stadtmuseums (derzeit Haus der Vereine, Major-Braun-Weg 12, Zi. 101, Di und Do 10-12 Uhr).
ISBN 978-3-9824008-1-5
€ 10,-

Auch als Buch erhältlich

Wenn Sie die Vita Corbiniani nachlesen wollen und sich für weitere Erläuterungen zum Werk und seine Entstehungsgeschichte interessieren: Zum Jubiläumsjahr 2024 hat der Historische Verein sein 30. Sammelblatt als Reprint neu aufgelegt. Der Band, der 1983 zum 1200. Todestag von Bischof Arbeo durch Hubert Glaser herausgegeben wurde, enthält die Urfassung der Vita, ediert und ins Deutsche übersetzt von Franz Brunhölzl, Ordinarius für mittellateinische Philologie an der LMU München. Auch die etwas spätere Fassung B der Vita ist im Band integriert.

Zu bestellen über oder im Buchhandel sowie erhältlich im Shop des Freisinger Stadtmuseums (derzeit Haus der Vereine, Major-Braun-Weg 12, 1. Stock, Zi. 101, Di und Do 10-12 Uhr).
ISBN 978-3-7954-3326-0
€ 30,-

Zur Produktion

Die Hörfassung folgt der wissenschaftlichen Edition und Übersetzung aus dem Lateinischen von Franz Brunhölzl, die der Historische Verein Freising 1983 durch Hubert Glaser herausgab (30. Sammelblatt des Historischen Vereins Freising). Die Urfassung des Bischofs Arbeo wird in der Aufnahme durch einige Passagen aus der späteren Fassung B der Vita sinnvoll ergänzt.

Idee und Einführungstext: Dr. Ulrike Götz
Sprecher: Oliver Karbus, Ella Schulz
Realisation: Dr. Agnieszka Schneider, BR-Journalistin
Tonaufnahmen: Woodshed Studio, Victor Bullok

Finanziert aus Mitteln der Hubert und Edeltraud Glaser Gedächtnis-Stiftung

C Historischer Verein Freising 2024

Bildnachweis: Aus dem Korbinianszyklus der Brüder Asam im Freisinger Dom – EOM, HA Kunst, Foto Bunz